Ich möchte euch heute noch eine Buchreihe vorstellen, die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet: Ayla!
Die Geschichte spielt vor 30.000 Jahren und handelt von dem Mädchen Ayla, das ihren Stamm bei einem Erdbeben verliert und dann als Außenseiterin im „Clan des Bären“ aufwächst. Diese affenähnlichen Erdlinge (Neandertaler?) haben gar nicht viel mit ihr gemeinsam und so macht sie sich als junge Erwachsene auf, um „ihre Leute“ (homo sapiens?) zu finden. Doch als sie diese schließlich findet, ist sie auch in deren Gruppe eine Fremde, schließlich hat sie nie deren Lautsprache und Verhaltensweisen gelernt, sondern verständigt sich mit den Handzeichen des Bärenclans.

Die Geschichte ist unglaublich authentisch geschrieben und toll recherchiert. Jean M. Auel, die Autorin, ist eine Spezialistin auf dem Gebiet der urzeitlichen Geschichte und nahm selbst an Überlebenstrainings nach dem Vorbild der Urzeitmenschen teil.
Dadurch schafft sie es, diese längst vergangene Lebenswelt greifbar zu machen. Neben der spannenden Geschichte über das Heranwachsen des Mädchens Ayla lernt der Leser gleichzeitig viel über das Zusammenwirken zwischen Mensch und Natur (Welche Pflanzen würden für welche Zwecke verwendet, wie würde gejagt, was wurde vom Tier zu welchem Zwecke verwendet, wie haben sich die ersten Gemeinschaften gefunden und wie haben sie zusammen gelebt?). Wer eine kleine Zeitreise in eine Vergangenheit ohne Strom, feste Wohnsitze, fließend Wasser und industrielle Güter machen möchte, ist mit diesen Büchern bestens bedient. 😊🐾

Amelie, 04.11.2018